Sonntag, 25. Juni 2017

Ein Wochenende oder noch viereinhalb Wochen bis zu den Sommerferien:


  • Teambesprechung bei meiner Honorartätigkeit
  • über einen Bloggewinn sehr gefreut
  • Gepäck in die Schule gefahren
  • Klassenzimmer geputzt
  • Geschenk gebastelt
  • Großeinkauf gemacht
  • den 40. Geburtstag der Freundin gefeiert
  • dem jüngsten Kind heute morgen auf den Weg zur Klassenfahrt morgens um 6.30 Uhr hinterhergewunken
  • für die eigene Klassenfahrt ein Liederheft gebastelt
  • schwimmen gewesen
  • Essensplan für die eigene Klassenfahrt abgestimmt
  • Emails beantwortet
  • viel zu viel telefoniert
  • leider kaum Zeit zum Bloglesen gehabt
  • im Theater gewesen
mehr passt einfach nicht in 48 Stunden, wenn man auch noch ein bisschen schlafen möchte...

Freitag, 23. Juni 2017

Geschenkt

Wie nett, wenn es klingelt und mit strahlenden Augen der kleine Sohn einer Freundin mit einem selbstgepflückten Gartensträußlein vor der Tür steht. Das Rosensträußlein mit Himbeere kam natürlich sofort in die Vase und dann auf's Sideboard in der Küche. Woraufhin die kleine Erdbeere ein Pläuschchen mit dem Lavendel begann.



Der Lavendel ist vom Markt und duftet so stark, dass Herr Hund zum Glück neben ihm keine Chance hat, entdeckt zu werden. Das ist auch gut so. Herr Hund ist ein Angstausdünster. Puh, ich kann euch sagen... Aber dennoch, er ist ja auch ein wichtiger Seelentröster und Streicheleinheiten-Empfänger und Schleckeinheiten-Verteiler. Da muss er das Leben mit uns wohl manchmal mit einer speziellen Duftwolke kompensieren.


Sehr filigran hebt sich das mir unbekannte Kraut im Strauß vor unserer Küchenwaage ab. Einst besaßen wir auch eine elektronische Waage. Als diese den Geist aufgab, fiel meinem Mann die alte Pilz-Waage seiner Oma wieder ein, die lange ein wenig beachtetes Dasein fristete. Eigentlich hatten wir sie auf dem Dachboden stehen, um sie immer mal in einer Rechenepoche mit in die Schule zu nehmen.



Mit so einer Tellerwaage kann man ganz gut das "Istgleich-Prinzip" in der Mathematik erfahren. Für Gleichungen und das Umstellen von Gleichungen also ein anschauliches Mittel.

Zu DDR-Zeiten wurde die Waage im Herbst immer von der Oma intensiv genutzt, denn die Oma war eine passionierte Pilzesammlerin. Da konnte es ihr beim  Waldgang so gar passieren, dass sie vor lauter Pilzglück ihre Krücken im Wald vergaß, obwohl sie nach einem Oberschenkelhalsbruch kaum noch einen Schritt ohne Krücke wagte. Die Pilze wurden dann gewogen und verwandelten sich nach einer Fahrtzu einem Obst- und Gemüsehändler in West-Berlin in D-Mark. Damit sie immer den rechten Preis bekam, wurden die Pilze vorher von ihr gewogen.

Ich mag ja Vintage-Sachen, vor allem die Dinge, deren Geschichte mir ein wenig vertraut ist. Aber ich kann keine ungenutzten Staubfänger brauchen. Mir fehlt einfach die Zeit, fröhlich und beschwingt Staub zu wedeln, von Dingen, die ich nicht wirklich gebrauche. - Die Küchenwaage wird hier nun wieder ernsthaft zum Abwiegen beim Backen und Kochen genutzt. Sie funktionert wunderbar. Ein paar kleinere Gewichte sollten wir noch mal nachkaufen.demnächst.



Jetzt freuen wir uns hier aber erst mal an dem schönen Sträußlein, das ich gern auch auf  auf Helgas Blog Holunderblütchen verlinke. Hier versammeln sich am Friday-Flower-Day immer wieder ganz wundervolle Blumenarangements, die mich schon sehr erfreut haben.

Liebe Grüße
Nula







Donnerstag, 22. Juni 2017

Was da so kreucht und fleucht...

...wenn man offenen Auges an einer Wiese vorbeikommt.


Diese kleinen Gesellen ließen sich mit der Kamera einfangen, obwohl der Makromodus meiner Kamera irgendwie nicht mehr richtig zu funktionieren scheint. 
  




Ein nettes Hotel war aber auch nicht weit entfernt:



Mehr Natur gibt es bei Ghislana und dem Naturdonnerstag.



Liebe Grüße
Nula

Freitag, 16. Juni 2017

С днем ​​рождения

Vor 4 Jahren feierten wir mit dem jüngsten Töchterlein noch einen Pferdegeburtstag. Im Jahr darauf entstand dann die Idee, einen Zirkusgeburtstag, zu feiern. Für beide Feste gab es tolle Mottokisten auszuleihen, sodass uns die Ideen für die Feiergestaltung nur so zu purzelten. Bei aller Anstrengung ist so ein Kindergeburtstag auch eine lustige Sache, vor allem, wenn man sich mit den Jahren den Drang zur Perfektion abgewöhnt hat.

Zum 12. Geburtstag wünschte sich das Töchterlein noch ein Harry Potter Fest. Sie hatte selbst viel geplant und gebastelt. Einladungen wurden entworfen und mit einem abgebrannten Rand versehen, eine Fahrkarte für eine Fahrt nach Hogwarts beigelegt und vieles mehr. Ihre, den neuen Freundinnen an der neuen Schule unbekannte Patentante stand versteckt hinter der Tür und verlieh, als alle Mädchen eingetroffen waren, dem sprechenden Hut eine Stimme. Die verwunderten Blicke, dass der Hut sie alle mit Namen ansprach, waren einfach köstlich. Es gab eine abenteuerliche Schatzsuche mit Besenritt vom Klettergerüst und die Mädchen hatten sichtlich Spaß.

Im vergangenen Jahr waren dann nur drei Freundinnen zu Gast. Vorbei die Zeit der ausgeliehenen Mottokisten, der Schatzsuchen, des langen Planens und vorbereitens und vorbei auch die Zeit des Tränen trocknens, weil vor lauter Geburtstagsaufregung ein Kummer entstanden war. Die jungen Damen sahen sich im Kino einen Film an und verschwanden dann mit Picknickkorb im nahen Park.

In diesem Jahr nun wieder einmal Geburtstag in den Ferien. Bisher kam noch kein Wunsch auf, wie denn der Tag mit den Freundinnen zu feiern wäre. Ich bin gespannt.

Ein Herzenswunsch war ein MP3 Player. (Töchterlein hat ja bisher weder Handy noch Smartphone). Und weil sie Russisch als zweite Fremdsprache in der Schule lernt, bekam sie vom Papa das Lied* aus unseren Kindertagen auf den MP3 Player gespielt. 

Alles Gute zum 14. Geburtstag, liebes großes kleines Töchterlein!





*Für alle, die nicht Russisch können: Gerhard Schöne, dessen Lieder ich mag, seit ich so alt wie das jüngste Töchterlein war, hat das Lied auch auf Deutsch gesungen. Eskimo ist übrigens ein Eis, das sehr, sehr lecker ist. Gab es früher am russischen Kioks am See, an dem ich aufgewachsen bin.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Ferienfrühstück frisch vom Markt

Wir sind vor 2 1/2  Jahren vom Land in die Stadt gezogen als wir uns beruflich verändert haben, um unseren täglichen Anfahrtsweg zu verkürzen. Wir sind aber auch vom Land in die Stadt gezogen, weil den Kindern mit ihren gewandelten Interessen Bullerbü zu klein, der tägliche Schulweg zu lang und die verbleibende Freizeit durch den Nachmittagsunterricht zu kurz wurden. Wir sind auch vom Land in die Stadt gezogen, weil das gemietete Land-Häuschen im Winter immer unbewohnbarer wurde und die dort anfallende Arbeit mit dem beruflichen und familiären Pensum, das wir zur Zeit haben, nicht mehr vereinbar war. Wir sind auch vom Land in die Stadt gezogen, weil wir wollten, dass die Kinder ihre Wege selbständig erledigen können und wir nicht immer wieder "Taxifahrer" sein müssen... Aber jetzt ist Sommer. Da vergesse ich vor allem den Winter und manch anderes leicht und in der Erinnerung tritt all das Schöne aus der Zeit im kleinen Bauernhäuschen in den Vordergrund.

Vergangen  sind die Zeiten, in der die Kinder herumstromerten und in den Hecken und Büschen saßens und wie Old Shatterhand auf die befreundeten Apachen warteten...


Vergangen ist die Zeit des großen Sommerzimmers - unseres wilden Gartens. Vorbei sind die morgendlichen Hüpfer auf dem großen Trampolin. Vorbei ist das schnelle Bad im nahen Flüsschen. Vorbei ist die Zeit, in der wir Hasen, Ziegen, Schafe und Katzen versorgten. Vorbei ist leider auch die Zeit des Naschgartens, in dem die Kinder sich an Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren labten. Vorbei ist die Ernte am großen Kirschbaum. Vorbei ist die Möglichkeit, von den vielen Apfelbäumen so viel Äpfel zu ernten, dass es den eigenen Apfelsaft in der Kelterei auf Flaschen gezogen gab. Vorbei ist die Zeit der leckeren selbstgekochten Marmeladen. (Die Himbeermarmelade meines Mannes war unerreichbar lecker.) Vorbei ist somit leider auch die Zeit, in der manche frische Köstlichkeit direkt vom Garten auf den Tisch sprang.

Welch Glück aber, dass wir fast mitten in der Stadt eine neue Heimat gefunden haben, ein Häuschen mit kleinem Garten (und inzwischen scheußlichem Zaun) an einer doch recht stark befahrenen Straße, vor allem seit in einer Parallelstraße ein kleines Stückchen verkehrsberuhigt wurde. Auch wenn die Nahverkehrsplanung nicht immer bis zu Ende gedacht scheint und manch gute Verbindung wieder abgeschafft wurde, kommen wir mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad doch zu allen derzeitig für uns wichtigen Lebenspunkten. Unser Stadtteil hat aber weitere Annehmlichkeiten. Sind auch die klassischchen Einkausmöglichkeiten wie vielerorts verschwunden, gibt es dennoch fußläufig gleich drei Bäckereien bzw. Läden von Bäckerketten, eine Apotheke, zwei Schreibwarenläden, eine Eisdiele, einen Postshop und für alle, die es brauchen, vier Fastfoodschnellrestaurants (Entfernung - genau eine Pizza-Esslänge).

Aber das Tollste ist der Wochenmarkt, der immer mitwochs und samstags stattfindet. Es gibt einen Bioland-Bäcker, mehrere Obst- und Gemüsehändler, z.T. in Bio-Qualität, einen Blumenstand, einen Stand mit dem leckersten Käse und französischem Baguette sowie einen Fleisch- und Wurstwagen. An einem Mittwochvormittag dort einzukaufen ist für uns natürlich nur in den Ferien möglich. Aber für ein leckeres Ferienfrühstück ist dann schnell alles beisammen.


Die Brombeeren schmeckten jedenfalls fast wie aus dem eigenen Garten und der Ziegen- und Schafskäse nahm rasant schnell ab.


Liebe Grüße
Nula

Montag, 12. Juni 2017

Pizza oder Stadtleben

Ich mag ja Pizza. Vor allem die selbstgemachte, bunt belegte Pizza, die mein Mann so köstlich zaubern kann und die so gar kein Zutun von mir braucht.

Ich kann auch verstehen, dass man sich keine Pizza selbst bäckt, sondern im nahe gelegenen Fastfoodschnellrestaurant holt, (Haben wir beim Umzug auch gemacht. Ich finde nur, durch die penetrante Standardpizzasoße schmecken alle Pizzen irgendwie gleich). Was ich aber nicht verstehe, wieso wirft man die Verpackung mal eben über den Gartenzaun eines am Weg liegenden Gartens? Gut, der Zaun ist für mich auch der Draht und Stein gewordene Inbegriff der Hässlichkeit. Aber daran kann es ja wohl kaum liegen.

Ich dachte heute morgen erst, na nu, was hat der Wind denn da für ein Plakat in den Garten geweht? Dann verknüpfte mein Hirn aber das beim morgendlichen Hundespaziergang auf dem Gehweg gesehene Pizzastück, das wir - also vor allem Herr Hund - mit Bravor umrundet hatten, mit dem weißen Etwas.


Sonntag, 11. Juni 2017

Hungrige Humoreske am Samstagabend

Unsere Vegetarierin ist verreist und mein Mann auch. So kaufe ich für uns, die war zu Hause gebliebenen waren und auch hin und wieder Fleisch essen, zur Abwechslung auf dem Markt drei Putenmedallions im Speckmantel. um sie zum Abendbrot zuzubereiten. Ich koche auf Mohrboden gewachsene, schwarzschalige Kartoffeln, die ganz kräftig im Geschmack sind, brate eine Champignon-Zwiebelpfanne, mache noch einen bunten Salat und brutzel natürlich die Medallions und rühre aus Creme fraiche und dem noch im Kühlschrank stehenden vegetarischen Tomaten-Gurken-Aufstrich einen Dipp. Also, es gibt eine besondere und umfangreiche Mahlzeit.

Wir essen gemüttlich zu dritt. Mutter, Tochter, Sohn. Es ist 18.20 Uhr als wir die Mahlzeit beginnen.


Der Abend schreitet fort. Um 23.00 Uhr kommt der Sohn entrüstet ins Wohnzimmer, schaut uns beide vorwurfsvoll an und fragt: "Habt ihr ohne mich Abendbrot gegessen?" Wir schauen ihn völlig irritiert an und antworten unisono: "Wir haben alle drei zusammen Abendbrot gegegessen. Du warst dabei." Er schaut verstört zurück und fragt: "Was haben wir gegessen?" Tochter zählt auf: "Putenmedallions, Moorkartoffeln,.." Da ruft der Junge entsetzt aus: "Das war Abendbrot?!"



Die Fotos hatte ich eigentlich gemacht, um über veränderte Essgewohnheiten im Hause Seltenartig zu berichten. Das subjektive Zeitgefühl ist dann aber auch ein spannendes Thema hier.

Der arme, hungrige Sohn fand noch ein Glas mit seinem nussig-schokigen Hauptnahrungsmittel und Brot, sodass er nicht den Hungertod erleiden musste.

Liebe Grüße
Nula